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BMR mahnt zur Besonnenheit

11.02.2010

Am 12. Februar macht das Aktionsbündnis "Q11“ mobil und ruft alle Gymnasiasten zum Bildungsstreik auf die Straße. Unter anderem geht es um die Forderung nach mehr Möglichkeiten zur musischen Betätigung im Unterricht und in der Freizeit. Diese Forderung unterstützt der Bayerische Musikrat (BMR) mit Nachdruck. Mit Sorge verfolgt er jedoch die Vorgehensweise.


BMR-Präsident Dr. Thomas Goppel: „Ein Streik hindert an der eingehenden und grundlegenden Diskussion, die Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle in Gang gebracht hat. Eltern- und Lehrerverbände berühmen die ministeriale Handlungsbereitschaft und debattieren seit einigen Wochen ihre Verbesserungsvorschläge dazu mit dem Kultusminister. Mitten in die Verhandlungen hinein nun grundlos Streik? Das ist nicht lösungs-, sondern rabatzorientiert. Die seriöse Diskussion um mehr Musisches an allen Schularten, insbesondere auch an den Gymnasien, begleitet der Bayerische Musikrat mit seinen Untergliederungen aufgeschlossen, konstruktiv und mit einer ganzen Reihe lange bekannter Forderungen, die nur im Gespräch der Realität näher gebracht werden können. Straßenaktionen sorgen zwar für ‚gelüftete Gedanken’ und damit womöglich für zusätzlichen Einfallsreichtum. Doch haben wir den angesichts der Fülle der schon bekannten Forderungen nötig? Wir Musiker bleiben an dem Konferenztisch, an dem uns so lange von den Vertretern der reinen Paukfächer der Platz verweigert wurde.“

Q11 lässt zu wenig Zeit für musische Betätigung in Schule und Freizeit. "Lösungen finden sich aber nur am runden Tisch", mahnt Thomas Goppel.
 
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