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Offene Stellungnahme des Bayerischen Musikrats zur Marstallplatz-Debatte

27.01.2009

München braucht einen neuen Konzertsaal. Darin herrscht Einigkeit. Die Tatsache, dass der Freistaat mehr als 100 Mio. Euro investieren will, um einem einzigen der drei Münchner Spitzenorchester - dem Münchner Rundfunkorchester und seinem Dirigenten Marris Janson - eine nach internationalem Standard gestaltete Konzert- und Probenstätte zu bauen, birgt jedoch explosiven Zündstoff. Dr. Thomas Goppel, Präsident des Bayerischen Musikrats, plädiert in einer offenen Stellungnahme für ein konzertiertes Zusammenwirken von BR, Freistaat und Stadt auf der Basis eines gemeinsamen Finanzierungs- und Managementkonzepts. „Dann wird aus dem Plan ein echter Wurf und nicht, wonach es jetzt aussieht, ein Hallenrucksack für den Marstall“, so der Präsident.


Ein Konzerthaus nach internationalem Maß für alle drei Ensembles ist hier nur logische Konsequenz. Goppel: „Die Münchner Sondersituation mit den drei Weltspitzen im Orchesterangebot ruft nach einem Aufführungsort. Dann gibt es einen Platz in der Landeshauptstadt, an dem künftig für alle – auch die internationalen Gäste – Maß genommen wird, was die Perfektion des Auftritts angeht. Und es gibt den gemeinsamen Ort, der allen Dreien Wettbewerbsgleichheit garantiert, wenn sie künftig von München aus Maß nehmen für ihren Wert, ihre Wertung international.“

Offene Stellungnahme siehe Download
 
 
 
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