Millenniumsknall oder Zukunftsvision? BR sendet Feature zur Internetsymphonie des BMR
02.12.2010Eine Millenniumsveranstaltung zum Motto „Erbe und Auftrag" veranlasste den Bayerischen Musikrat, zur Jahrtausendwende eine Internetsymphonie in Auftrag zu geben. Harald Genzmer, Berthold Hummel, Roland Leistner-Mayer und Moritz Eggert wagten sich daran, dafür das zukunftsweisende Medium Internet als bis dahin noch nicht erprobte Form der Kunstvermittlung zu nutzen. Am 10. Januar blickt der Bayerische Rundfunk nun in einem Feature auf die Entstehung und Wirkung dieses einmaligen Projektes.
Basierend auf dem Wechselspiel aus Kommunikation und „work in progress" begannen Hummel, Leistner-Mayer und Eggert je einen Satz mit einem von Harald Genzmer vorgegebenen Thema und reichten das unfertige Opus über das Internet weiter. Hier griffen es die Komponistenkollegen auf und führten es in ihrer Weise fort, aber auch weniger namhafte Tonkünstler klinkten sich in den Entstehungsprozess ein. So entstand als Gemeinschaftswerk vieler die erste Internetsymphonie. Die Uraufführung am 1. Januar 2000 durch die Hofer Symphoniker unter der Leitung von Howard Golden zeichnete der Bayerische Rundfunk auf. 10 Jahre später fragt nun Wolfgang Schicker vom Studio Franken des Bayerischen Rundfunks nach: war dieser Milleniumsbeitrag nur spektakulär oder zukunftsweisend? Neben Interviews u.a. mit Moritz Eggert und BMR-Präsident Thomas Goppel wird auch das Werk in Auszügen erklingen.
Sendehinweis:
"10 Jahre Internet-Symphonie - Ein Versuch interaktiven Komponierens und seine Folgen"
10. Januar, 22.05 Uhr, BR-Klassik „Horizonte".