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Jeki Donauwörth trifft Bayerischen Musikrat

12.03.2009

Zum Start 40.000,- Euro und in der Folge 25.000,- Euro pro Jahr und Jahrgang ist der Stadt Donauwörth die Förderung des musikalischen Nachwuchses wert. Unterstützt wird sie dabei von der Sparkasse, deren Direktor Johann Natzer vom großen Vorzeigemodell „JeKi in NRW“ so begeistert war, dass er sich konsequent für „Jeki im Landkreis Donau-Ries“ einsetzte. Augenblicklich reicht es jedoch nur für eine „Insel der Kreativen“. In einer vierjährigen Pilotphase erproben Kinder an drei Donauwörther Grundschulen das „Jeki-Projekt“, weil die Stadt dafür entsprechendes Geld frei gibt.


Auf einer internen Arbeitssitzung des Bayerischen Musikrats präsentierten Oberbürgermeister Armin Neudert und Musikschulleiter Walter Pfeiffer das Donauwörther Kreativprojekt „Jedem Kind ein Instrument“. Zur Einschulung erhalten alle Kinder an Donauwörther Grundschulen eine Flöte oder ein Glockenspiel, ab der 2. Klasse gibt es ein Instrumentenkarussell. Lehrer der Werner-Egk-Musikschule stellen klassenweise die 15 verschiedenen Instrumente vor und zeigen erste Handgriffe. Die Teilnahme ist freiwillig und kostet pro Schuljahr pro Kind 100 Euro.  In der 3. Klasse können Kinder dann in Kleingruppen an der Schule das Instrument ihrer Wahl erlernen, in der 4. Klasse sogar erste Erfahrungen im Ensemblespiel machen. Möglich ist diese Aktion durch die starke finanzielle Beteiligung der Stadt und der Sparkasse. Die Anschaffung des Instrumentenkarussells für 3 Grundschulen kostete einmalig 40.000,- Euro. Hinzu kommen laufende Kosten von 25.000,- Euro pro Jahrgang.

Das ist eine stattliche Summe, die die Stadt Donauwörth aufzubringen bereit ist, weil ihr das Musizieren unter fachlich qualifizierter Anleitung an ihrer Musikschule wichtig ist, betont der Oberbürgermeister. „Natürlich geht es nicht ohne den finanziellen Einsatz auch von Seiten der Eltern“, so Armin Neudert weiter, „doch wo das Geld nicht da ist, suchen wir nach anderen Lösungen, damit kein Kind, das hier mitmachen möchte, deswegen ausgeschlossen ist.“

Die Teilnehmer der Arbeitssitzung zeigten sich vom Engagement und Einsatz der Stadt Donauwörth beeindruckt. Daraus jedoch nun eine Verpflichtung für jede Stadt zu formen, muss gründlich bedacht werden. Wilhelm Lehr, Vizepräsident des Bayerischen Musikrats: „Wir sind grundsätzlich für jede musikalische Aktivität, aber Donauwörth, Traumwalchen und jeder andere Ort, an welchem ähnliche gute Projekte funktionieren, zeigen uns: im Ergebnis funktionieren nur auf die jeweilige Region zugeschnittene Lösungen, die bestimmten Gesetzmäßigkeiten folgen wie Einbindung in die Schulorganisation, finanzielle Sicherung, Nachhaltigkeit, flächendeckende Kooperationen mit Einrichtungen, die die Unterstützung und Organisation auch leisten können wie beispielsweise die Musikschulen.“ Der erste Durchlauf durch 4 Jahrgangsstufen endet zum Schuljahr 2009/10. Musikschulleiter Walter Pfeifer ist zuversichtlich, dass auch nachfolgende Grundschulkinder von „Jeki in Donauwörth“ profitieren werden.
Auf der Musikmesse Standard: Jedes Kind probiert sein Instrument aus. Foto: Musikmesse Frankfurt
 
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